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| Donnerstag, den 11. Februar 2010 um 09:49 Uhr |
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Huflattich (Tussilago farfara L.) Es ist Februar, Faschingszeit, Zeit den Winter auszutreiben. Auch wenn beim Blick aus dem Fenster oder beim Schlittern auf dem eisüberzogenen Bürgersteig der Eindruck entsteht, in diesem Jahr wolle Väterchen Frost uns gar nicht mehr verlassen. Um so wohler wirds einem beim Anblick von Blüten. Und weil der Huflattich eines der ersten Heilkräuter ist, die nach der Schneeschmelze ihre zarten Triebe aus dem Boden recken, möchte ich ihn auch als erstes hier genauer vorstellen. Seine sonnenänlichen Blüten haben auf mich einen Gute-Laune-Effekt. Man findet Huflattich in Europa, Asien und Teilen von Afrika in Steinbrüchen, an Böschungen, Bahndämmen oder Wegesrändern. Er ist anspruchslos, und obwohl er ton- und lehmhaltigen Boden bevorzugt, ist er auch in Gebieten mit eher saurem Boden, wie Waldränder und Moorränder zu finden. Hat er einen sonnigen Standort, sind seine Blätter wirksamer als die im Halbschatten wachsender Pflanzen. Der Huflattich streckt als erstes seine Blütenknospen aus dem Boden, oft sind sie die ersten gelben Farbtupfen im Gras nach dem Winter. Sie erscheinen im zeitigen Frühjahr. Die Blätter erscheinen erst später. Der Huflattich gehört zu den Korbblütler (Astaraceae), wie auch der Löwenzahn. Wie der Löwenzahn bildet er auch nach der Blüte eine Art Pusteblume aus. Traditionelle Namen der Pflanze sind unter anderem: Bachblümlein, Brandlattich, Hufblatt, Märzblume, Tabakskraut, Sandblümel. Verwendet werden die Blüten und die Blätter. Der Huflattich hat viele wirksame Inhaltsstoffe wie Gerbstoff, Gerbsäure, Ätherische Öle, Bitterstoffe, Hyperin, Pyrrolizidinalkaloide, Salpeter, Saponine, Tannine, Taraxasterol, Violaxanthin, Zink. Bewährt hat sich der Huflattich bei Atemwegserkrankungen wie Husten, Bronchits und Asthma. Er wirkt erweiternd auf die Bronchien, was das Atmen erleichtert. Außerdem ist er wirkungsvoll bei Beschwerden des Verdauungssystems wie Durchfall oder Verstopfung, er wirkt entzündungshemmend und appetitanregend. Aufgrund seiner entzündungshemmenden, zusammenziehenden und antibakteriellen Eigenschaften ist er äußerlich gut anwendbar bei vielerlei Hauterkrankungen wie Akne, Ekzeme, Entzündungen (auch der Venen). Hierzu empfiehlt sich eine Zubereitung als Heilsalbe. Er kann als Tee oder auch als Tinktur zubereitet und eingenommen werden, auch zur Herstellung einer Blütenessenz für die geistig-seelische Behandlung ist er geeignet. Die Tinktur läßt sich für die Herstellung der Heilsalbe verwenden. Wie der Volkstümliche Name „Tabakskraut“ schon andeutet, läßt sich Huflattich auch rauchen. Man kann ihn mit normalem Tabak mischen um eine positive Wirkung auf die Atmungstiefe zu erzielen. Hierzu verwendet man die Blätter der Pflanze. Blütezeit: Februar/März Sammelzeit der Blätter: Mai/Juni
Foto1: Kaum zu erkennen im Gras sind die kleinen Knospen des Huflattichs, die schon auch sehr zahlreich sein können, wenn der Standort für die Pflanze günstig ist. Daher aufgepaßt Fotos 2-5: Blüte in unterschiedlichen Entwicklungsstadien Fotos 6+7: "Next Generation" - Fruchtstände des Huflattichs Er gehört wie der Löwenzahn zu den Korbblütengewächsen und bildet, ähnlich wie dieser, Pusteblumen aus. Fotos 8-10: Huflattichblätter Nr. 8 und 9 zeigen die zarten kleinen Blätter, die kurz nach der Blüte erscheinen, Nr. 10 ist ende Oktober entstanden und zeigt ausgewachsene, mit Reif überzogene Blätter. Sie sind deutlich größer als die jungen. Foto 11: Umgebungsfoto. Die kleinen Blüten recken sich der Märzsonne entgegen ALLGEMEINE TIPPS KRÄUTER GARTEN-UND WÜRZKRÄUTER WILD- UND HEILKRÄUTER |
